Die Geschichte des Forsthauses auf der Burg
Ravensberg
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Burg Ravensberg durch Beschuss von
Kanonen so stark beschädigt, dass Sie ihre militärische Bedeutung verlor. 1733 ließ König Wilhelm I. sämtliche Gebäude der Burg mit Ausnahme des
Bergfrieds und der Wohnung des Gefängniswärters abreißen und mit den Steinen
den Kuhhof am Fuße des Berges errichten. Man unterhielt jedoch auf
Ravensburg noch ein Gefängnis. Als dieses nach einiger
Zeit ebenfalls aufgegeben wurde, wurde das Wohnhaus des Gefängniswärters die
Wohnung des Königlichen Försters. Anfang des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der
Romantik, war die Burg Ravensberg nur noch eine Ruine.
Dem damaligen Zeitgeist entsprechend machten sich König Friedrich Willhelm III. von
Preußen und sein Hofbaumeister Schinkel die Denkmalspflege zur Aufgabe. 1836
wurde der Bergfried saniert, die steinerne Treppe im Inneren eingebaut und der
Zinnenkranz aufgesetzt. Erst dreißig Jahre später, in den Jahren 1867/68,
wurde das alte Forsthaus auf der Burg Ravensberg von Baumeister Schinkel durch das bis heute erhaltene
Forsthaus mit einer Gaststube ersetzt. Seither gibt es in dem alten Forsthaus
eine Gastronomie - eine lange Tradition... |